San ist japanisch und bedeutet drei.
Do heißt Weg.
Die drei Wege des San-Do-Karate sind:
Gesundheit, Selbstverteidigung und Charakterschulung.

Die San-Do-Gesundheitsübungen verbessern die Atmung, Kondition und Koordination. Die Muskeln werden gedehnt und gestärkt, Gelenke und Sehnen gelockert. Der Blutkreislauf wird reguliert. Durch Akupressur mit und ohne Partner, kann die Lebensenergie, die in den Meridianen fließt, besser zirkulieren und somit Krankheiten vorbeugen. Nach einer (auch schweren) Krankheit kann San-Do-Karate helfen wieder auf die Beine zu kommen und das Immunsystem wieder aufbauen.

Die San-Do-Selbstverteidigung ist ein geeigneter Selbstschutz gegen Angriffe von außen. Da es nicht alle Menschen gut mit einem meinen, muss man sich in der Welt selbst behaupten. San-Do-Karate basiert auf einer 4000 Jahre alten fernöstlichen Kampfkunst mit effektiver Atemi-Technik. Atemi-Punkte sind dieselben Punkte die auch bei der Akupunktur mit Nadeln stimuliert werden.

Die San-Do-Charakterschulung dient der Selbstfindung und stärkt das Selbstbewusstsein. Die San-Do-Techniken und Kata sind auch Meditation in Bewegung und können zu innerer Stärke und äußerer Gelassenheit verhelfen. Durch den Blick nach innen, kann San-Do-Karate helfen sich selbst zu finden und sein eigentliches Wesen besser kennen zu lernen.

Du fühlst Dich zu jung oder zu alt für San-Do-Karate?
Der jüngste Sandokaner ist drei Jahre alt und die älteste Sandokanerin ist derzeit 84 Jahre jung, soll heißen JEDER kann San-Do-Karate ausüben, auch körperlich behinderte. Das Verhalten der Sandokaner ist höflich, herzlich und freundlich. Die Hilfsbereitschaft untereinander ist gängige Praxis. Es herrscht also eine angenehme Atmosphäre unter netten Gleichgesinnten.Alle Sandokaner empfinden sich als Mitglieder einer großen Familie. Man hilft sch untereinander auch nach dem Training.
Trainingszeiten werden täglich angeboten, auch sonntags.
Neuanfänger sind jederzeit herzlich willkommen!
Eine Aufnahmegebühr gibt es nicht, ebenso keine Kündigungsfrist!

Bekleidung
San-Do-Karate wird üblicherweise barfuß in einem weißen Karate-Anzug (Gi) mit einem weißen oder farbigen Gürtel ausgeübt. Anfänger können in den ersten Wochen selbstverständlich auch mit normaler Sportkleidung am Training teilnehmen.

Weitere Aktionen
Regelmäßig finden Gürtelprüfungen, Lehrgänge, Workshops, Anfängerkurse, Schnupperstunden, Tage der offenen Tür, Bonsai-Cups, Trainer- und Prüfer-Fortbildungen, Freundschaftstreffen mit anderen Karate-Dojos, Urlaubsfahrten in den Schulferien ans Meer oder in die Berge, Weihnachts- und sonstige Feiern, statt. Die Termine werden frühzeitig per Rundschreiben bekannt gegeben. Wie gesagt: das Sandokan ist eine große Familie.

Fachchinesisch
oder besser -japanisch. Die Anweisungen, Kommandos, Namen der Techniken, Grundstellungen, Partner-Übungen und Kata werden beim Karate-Training üblicherweise teilweise in japanischer Sprache gegeben. Die Anfänger tun sich damit oft sehr schwer. Aber keine Angst, durch die stetige Wiederholung lernt ihr die Ausdrücke ganz unbewusst während des Übens. Außerdem gibt’s ja noch das Obi-Buch indem viele Informationen zu finden sind.

Familie
Die Karate-Schüler nennt man im Sandokan Kohai. Das sind die Kinder in der Karatefamilie. Hat man nach einiger Zeit schon einen farbigen Gürtel nennt man sich Sempai. Das ist der ältere Bruder oder die ältere Schwester in der Familie. Karate-Meister, Schwarzgurte ab 1. Dan nennt man Sensei, was so viel bedeutet wie Mutter oder Vater. Karate-Großmeister, sind die Schwarzgurte ab 5. Dan. Die nennt man dann, wenn sie einen oder mehrere Schüler unterrichtet haben, die dann auch selbst wiederum unterrichten: Shihan, also Oma oder Opa.

Trainings – Beginn
Das San-Do-Karate - Training beginnt indem sich die Schüler in der Reihenfolge ihrer Gürtel-Graduierungen vor dem Karate-Lehrer aufstellen. Zu Beginn des Trainings wird gemeinsam mit geschlossenen Augen und ruhiger rhythmischer Atmung in einer Kniesitz-Haltung (Seiza) meditiert. Dies wird Mokuso genannt. Nach der Verbeugung als Gruß (Rei) erfolgt eine rituelle Ganzkörper-Aufwärm-Gymnastik in unserem Dojo Sandokan nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und wirbelsäulengerecht zur Vorbereitung von Körper und Geist.

Gürtelprüfungen
Im laufenden Jahr werden regelmäßig für alle Gürtelfarben Prüfungen angeboten. Im Jahr 2008 wurden insgesamt ca. 100 Termine angeboten. Zum Thema Gürtelprüfung gibt’s ein Obi-Buch, indem alles Wissenswerte drinsteht. Obi heißt Gürtel. Wichtig: Im Sandokan gibt es kein Durchfallen! Jeder, der zur Prüfung zugelassen worden ist, besteht diese auch!

Grundtechniken
Folgende Techniken lernt ein Anfänger zuerst:
Rei Gruß, (das ist übrigens das Wichtigste im Sandokan)
Oi-Zuki Fauststoß
Age-Uke Abwehr obere Stufe = Jodan
Soto-Uke Abwehr mittlere Stufe = Chudan
Gedan-Barai Abwehr untere Stufe = Gedan
Mae-Geri Fußstoß nach vorne
Shuto-Uke Handkanten-Abwehr
Gyaku-Zuki Fauststoß-Gegenangriff
Yoko-Geri Fußstoß zur Seite

Grundstellungen
Grundtechniken werden in diesen Stellungen trainiert:
Shizentai Füße schulterbreit nebeneinander
Zenkutsu Dachi Vorwärtstellung
Musubi Dachi Grußstellung, Fersen sind geschlossen
Kokutsu Dachi Rückwärts-Stellung
Kiba Dachi Reiterstellung

Kommandos
Wenn man jetzt noch die Kommandos:
Yoi Achtung
Yame Ende
Mawate Wendung
Kiai Kampfschrei
und die japanischen Zahlen von 1 bis 5 kennt kann man schon am Training teilnehmen.

1 Ichi
2 Ni
3 San
4 Shi
5 Go